Folgeerkrankungen

Was geschieht, wenn belastende Erfahrungen nicht verarbeitet / in die bisherigen Erfahrungen eingeordnet werden können:

1. Wir beschäftige uns ungewollt immer wieder mit Inhalten des Ereignisses (im Traum, in Gedanken, durch Emotionen, möglichweise geschehen sogar ähnliche Dinge, …)

2. Wir sind geniale Wesen und leben weiter !!! – aber: unsere Lebensqualität sinkt!

3. Die Reizschwelle sinkt, bzw. das Fass wird voller, so dass ein anderes Ereignis, oder viele kleine, das Fass leichter zum überlaufen bringt…

4. Dabei kann es passieren, dass ein früher geschehenes Ereignis, das bislang „kontrollierbar“ war, plötzlich in den Vordergrund tritt.

Es gibt Ereignisse, die sehr klar in der Erinnerung sind und in ihrer Auswirkung traumatischen Charakter haben. Es gibt aber auch Themen, denen die Menschen in ihrem Leben immer wieder begegnen. So kann es auch sein, daß diese Themen nicht nur mit einem spezifischen Erlebnis in Verbindung stehen, sondern sich hier eine ganze Kette von Erlebnissen verbindet. So könnten im Verlauf Ängste entstehen. Es kann es auch sein, daß die schlimmste Erfahrung nicht unbedingt die Erste ist, sondern später geschehen ist. Beispiel ein Schüler, der von seinen Mitschülern schon seit längerem gehänselt wird, wird jetzt auch auf dem nach Hause Weg von ihnen geschlagen.

5. Folgen sind anhaltende Belastungen, die nicht geheilt sind. Die Zeit heilt keine seelischen Wunden. Sie können jederzeit hervorgerufen werden, wenn zusätzliche Belastung eintritt. Die Vulnerabilitätsschwelle steigt.

 

Wenn eine Posttraumatische Belastungstörung unbehandelt bleibt, kann es zu zusätzlichen Diagnosen oder Folgeerkankungen kommen.

Folgeerkrankungen

Für den Behandlungserfolg ist entscheidend zu erkennen, dass es nicht genügt die erkannte psychische Erkrankung, z.B. die Depression zu behandeln. Es muss auch die traumatische Belastung behandelt werden.