Prävention und Personbasierte TraumaNachsorge mit Traumatic Incident Reduction

Prävention und Personbasierte TraumaNachsorge mit Traumatic Incident Reduction (TIR)

Wer sich für diese Fortbildung entscheidet, wird Mitglied des neu entstehenden Trauma Nachsorge Teams. Derzeit suche ich die ersten 6 TeilnehmerInnen für das „Trauma NachsorgeTeam Südbayern“, doch gerne können Sie auch aus anderen Bundesländern teilnehmen und den Beginn mitinitiieren für den Ausbau in weiteren Bundesgebieten.

Seit 1989 beschäftige ich mich nun mit der Traumaarbeit und freue mich, nun endlich meine schon lang gepflegten Visionen umsetzen zu können.

Das Trauma NachsorgeTeam soll eine Bereicherung des regionalen Gesundheitsangebotes sein, und zum Einen nach kritischen Grosschadensereignissen zur Verfügung zu stehen, zum Anderen aber auch eine niedrigschwellige Brücke bilden zu können, zwischen dem Kontakt eines  Betroffenen mit einem Kriseninterventionshelfer und einer möglichen späteren Psychotherapie. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir chronische oder spätere Auswirkung traumatischen Stresses schon früher eindämmen können, wenn Betroffene schon frühzeitig eine professionelle und niedrigschwellige Nachsorge erfahren.

Die Arbeit unseres Teams orientierst sich an den Ausbildungsinhalten, insbesondere dem Angebot des Nachsorgegespräches, angelehnt an eine Grundlegende Technik zur Behandlung von Monotraumen mit Traumatic Incident Reduction. Ich habe damit selbst erfolgreich unterschiedlichste Klienten nach Unfälle, Überfällen, Gewaltdelikten, Operationen, Verlusterlebnissen, Amok und Terror begleitet. Die Arbeit und die Ergebnisse unseres Teams werden  mittels Fragebögen dokumentiert.

Das Erlernte kann man natürlich auch in der eigenen psychotherapeutischen Arbeit nutzen und anwenden.

Hätten Sie Lust im Trauma-NachsorgeTeam dabei zu sein und Prävention durch frühe Nachsorge mit voran zu treiben?

Beachten Sie bitte auch: Wenn die Ausbildung zu Ende ist ….. Mitgliedschaft im Trauma NachsorgeTeam

Doch nun erstmal zur Ausbildung:

Grundlegende Techniken
1. Behandlung von Monotraumen mit TIR

Die Grundausbildung umfasst den Grundkurs (5Tage), die Selbsterfahungseinheiten (3Tage) und die Arbeit mit Klienten (6 Tage).

So können wir mindestens 5h Selbsterfahrung und 15h Anwendung des Nachsorgegespräches mit Klienten in die Ausbildung integrieren.

Das Grundlegende TIR ist eine sehr strukturierte, fokussierte, personbasierte Vorgehensweise um den Klienten durch seine Erinnerung hindurch zu führen bis er Erleichterung empfindet. Die Technik ist sehr klar, wie ein Leitfaden an dem Sie entlang gehen.

Die Grundhaltung der Gesprächsführung ist die personbasierte Arbeit. Dabei stehen Sie Ihrem Klienten wertfrei und wertschätzend gegenüber. Sie lernen, den Klienten gleichzeitig personbasiert (ohne Interpretationen, Rückmeldungen oder Ratschläge) und strukturiert, dabei zu unterstützen, seine innere Welt zu betrachten – und ihr zu vertrauen. Ein großer Teil der Ausbildung beinhaltet Übungen um dem Therapeuten Sicherheit in dieser Rolle zu geben, damit diese Art der Kommunikation gelingt. Es werden viele Kommunikationsübungen, sowie Selbsterfahrung mit den Gesprächstechniken stattfinden, die in der Arbeit mit Klienten eingesetzt werden können.

Nach dem ersten Ausbildungsblock können Sie die Arbeit in Ihrer Praxis unter Supervision anwenden. Ihre Fälle sollten dann auf Video aufgenommen werden und können im Kurs besprochen werden. Sie müssen sich darauf einstellen, dass Sie in der Praxis, die Anwendung der erlernten Technik nicht auf eine 50-minütige Einheit begrenzen können. Damit würde lediglich die Gefahr der Reaktivierung bestehender Belastung bestehen, und sich die Bearbeitung und das Leid der Klienten unnötig in die Länge ziehen. Daher muss eine Möglichkeit in Ihrer Praxis gefunden werden, die diesem Anspruch gerecht wird, um wenn nötig auch 3h zu arbeiten.

Für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung benötigen Sie

  • 5h Selbsterfahrung im Austausch mit anderen Kursteilnehmern.
  • 15h Anwendung des Erlernten unter Supervision mit externen Klienten.
  • Eine Fallarbeit, ca. 15 Seiten.
  • Eine Videoaufnahme eines Fallbeispiels (machen wir hier vor Ort)

Um weiterhin die Qualität der Arbeit zu gewährleisten und nach Aussen hin zu vertreten, muss im Anschluss an die Ausbildung mit weiteren Einzelsupervisionen gerechnet werden á 15 Euro/15min. Diese ist auch telefonisch/per Skype möglich. In der Mitgliedschafts des Trauma NachsorgeTeams ist jedoch auch Gruppensupervision enthalten…weiterlesen

Kosten:

2400 Euro, Möglichkeit der Ratenzahlung über Medipay

Termine:

 

Grundkurs und Selbsterfahrung

  • Keine Termine

Arbeit mit externen Klienten

  • Keine Termine

 

Zugangsvorraussetzungen:

1. Ärzte, Psychotherapeuten und Dipl.-Psychologen,

2. Sozialberufe mit FH-Abschluss, Heilpraktiker Psychotherapie

Das Seminar: Traumaberatung – Eine Einführung in die Psychotraumatologie oder nachweisbar andere traumapädagogische oder traumatherapeutische Vorbildung mit einem Mindestumfang von 12h.

Zur Anerkennung schicken Sie mir bitte den Nachweis per Post oder Email.
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Ab dem Kurs: „Grundlegende Techniken: 2. Einstieg in die Behandlung des Traumatischen Netzwerkes“ benötigen Sie zusätzlich:

  • einen Nachweis von 30h Selbsterfahrung, auch aus anderen therapeutischen Richtungen
  • einen Nachweis von mindestens 50h direktem Klientenkontakt in der psychotherapeutischen Einzelarbeit
  • die Erlaubnis Psychotherapie auszuführen

Es gibt die Möglichkeit nach Abschluss zusätzliche Techniken zu erlenen

2. Einstieg in die Behandlung des Traumatischen Netzwerkes
In diesem 6-tägigem Kurs lernen Sie zusätzliche Techniken, um das „traumatische Netzwerk“ bearbeiten zu können.

Dies können Gefühle des Klienten betreffen, oder konfliktbesetzte Personen ect. Diese Techniken können auch angewendet werden, wenn Sie nicht direkt mit dem traumatischen Ereignis verbunden sind.

Für dies weiteren Teile der Ausbildung benötigen Sie ein eigenes therapeutisches Arbeitsfeld, da die Sitzungen mit Klienten in eigener Praxis durchgeführt werden.

Für den erfolgreichen Abschluss benötigen Sie

  • 5h Selbsterfahrung der neuen Techniken im Austausch mit anderen Kursteilnehmern.
  • 25h Anwendung des Erlernten unter Supervision mit externen Klienten.
  • Eine Fallarbeit, ca. 20 Seiten.
  • Eine Videoaufnahme eines Fallbeispiels.
  • Es muss mit zusätzlichen Einzelsupervisionen gerechnet werden á 15 Euro/15min gebucht werden. Sie ist auch telefonisch/per Skype möglich.

3. Weitere Techniken

Dieser 8-tägige Kurs bietet eine große Vielfalt an wunderbaren Techniken. Er ist unterteilt in folgende Bereiche:

A. Fallplanung 1

Wenn es nicht mehr nur um Monotraumen geht, sondern Klienten mit Folgestörungen, anhaltenden Problemen, Gefühlen oder unerwünscten Verhaltensweisen in die Praxis bekommen, benötigen Sie eine ausführliche Fallplanung.
Dieser Kurstag ist die Vorbereitung für den erfolgreichen Sitzungaufbau mit Klienten, die Sie länger als 3 Sitzungen betreuen möchten. Er ist eine wichtige Grundlage, wenn Sie in den folgenden Kursen viele kleine Gesprächstechniken lernen werden, die dann bloss in die Fallplanung eingefügt werden müssen.

B. Erweiterte Anwendungen und Stressreduzierung

In diesem 6 tägigen Kurs werden Sie mehr als zwanzig neue Gesprächstechniken kennen lernen, die Stress und Belastung in verschiedenen Lebensbereichen vermindern können. Mit diesen neuen Gesprächswerkzeuge können Sie mit einem breiten Klientel arbeiten. Die Techniken erweitern die innere Arbeit des Klienten in unterschiedlichsten Lebensfragen. Wir werden Themen Behandeln wie ein positives Lebensgefühl, fixierte Gedanken, gute Kommunikation, die Beziehung zum Körper, Ängste in der Zukunft, die Behandlung von Ablenkungen und Ärgernissen. Auch werden Sie eine Begleitung bei Langzeittraumata erlernen.

C. Fallplanung 2

An diesem Kurstag vertiefen wir die Fallplanung mit den erlernten Techniken.Den Abschluss dieser Kurseinheit können Sie in Ihrem Tempo gestalten. Dazu benötigen Sie:

  • 10h Selbsterfahrung der neuen Techniken im Austausch mit anderen Kursteilnehmern.
  • 40h Anwendung des Erlernten unter Supervision mit externen Klienten.
  • Eine Fallarbeit, ca. 25 Seiten.
  • Eine Videoaufnahme eines Fallbeispiels.
  • Es muss mit zusätzlichen Supervisionsstunden gerechnet werden. Sie ist auch an gemeinsamen Trainingstagen möglich.Mit dem Abschluss erwerben Sie gleichzeitig alle Vorraussetzungen für die Zertifizierung zum Advanced Certified TIR Facilitator der Traumatic Incident Reduction Association.

Mit dem gesamten Ausbildungsinhalt können Sie nicht nur Menschen nach Monotraumen begleiten, sondern auch chronischere bzw. anhaltende Formen von psychisch-emotionaler Belastung angehen. Sie erlernen vielerlei Techniken, mit denen sie Fallpläne für Menschen mit Traumafolgestörungen, wie Depressionen, Angstattacken, Mobbing, ect. schreiben und diese behandeln/begleiten können. Auch können die Gesprächsmethoden im Coaching und der Persönlichkeitsentwicklung angewandt werden.
Die Methoden sind vielfältig, überzeugen in ihrer Einfachheit und den oft überraschenden Ergebnissen, wie beispielsweise neuer, selbst-generierter Erkenntnisse, die die Menschen bewegen.