Arbeitsweise TIR

Traumatic Incident Reduction (TIR)

Es kann jeden von uns treffen: Ein ungeahntes Erlebnis wirft den Menschen plötzlich aus der Bahn. Hierzu zählen von Menschen gemachte Ereignisse, beispielsweise Gewalttaten, aber auch Unglücke, Unfälle oder Naturkatastrophen.
Belastende Symptome sind vielfältig und können, wenn das Erlebte nicht gut verarbeitet wird, in Folgeerkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen oder psychosomatischen Erkrankungen münden.

Bewusstseinsfördernd, person-basiert, strukturiert

Traumatic Incident Reduction ist ein bewusstseinsfördernder, klar strukturierter Gesprächsansatz aus der Traumatherapie, der Menschen person-zentriert bei der Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen unterstützt.

Klient ist Experte während innerer Beobachtung

Die „innere Beobachtung“ während dieser Arbeit ist das einzigartige an diesem Ansatz: Jeder Klient untersucht seine Erfahrung auf eine bestimmte Art, um dabei zu selbstgenerierten Einsichten und Ergebnissen zu gelangen. Er wird dabei als Experte seiner Erfahrungen anerkannt und in seiner Eigenwahrnehmung und -verantwortung gestärkt.

Keine Interpretationen oder Ratschläge

Der Begleiter interpretiert nicht und gibt keine Ratschläge. Er leitet das strukturierte Gesprächsangebot. Dieses hat ordnenden Charakter und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit, so dass der Klient mit hochkommenden Gefühlen besser umgehen kann.

Lange Stabilisierungsphasen sind meist nicht nötig.

Offene Sitzungslänge

Wichtig ist eine offene Sitzungslänge. Die Sitzung wird nur dann beendet, wenn der Klient Linderung erfahren hat.

Meist dauern Sitzungen zwischen zwei und drei Stunden; es kann auch intensiv an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gearbeitet werden.